Content Supply Chain Management (Teil 2)

Die Content-Herausforderung, oder:
Wie bändigt man Komplexität?

Immer schneller, immer mehr. Ein nicht mehr umkehrbarer Trend.

Immer schnellere Entwicklungszyklen, immer mehr Formate und Vertriebswege bestimmen den Arbeitsalltag in Marketing, Kreativagenturen und Verlagen sowie in vielen anderen Teamorganisationen. Und waren gestern noch Schlagworte wie „digitale Transformation“ und „effiziente Zusammenarbeit“ die Top-Buzzwords, so ist es heute „Künstliche Intelligenz“. KI erstellt Bilder, schreibt Geschichten in jeder Sprache, fasst Texte zusammen, lässt Stimmen sprechen und sogar ganze Videos sind möglich. Alles dank des richtigen Prompts.

Unabhängig von ethischen Fragen oder der Datengrundlage, auf der die KI trainiert wurde, scheint sie viele Arbeitsbereiche radikal zu verändern und manuelle Aufgaben zu automatisieren. Natürlich bleibt die Frage der Prozesssteuerung bestehen und wird wohl kaum weniger komplex werden. Und, machen wir uns nichts vor, KI kann Inhalte in Sekundenschnelle erstellen. Als ob das Datenwachstum „vor“ der KI nicht schon enorm gewesen wäre, bekommt es jetzt einen weiteren Schub. Das digitale Universum ist dem physischen Universum nicht unähnlich, denn beide sind riesig. Im Jahr 2013 wurde geschätzt, dass es etwa die gleiche Anzahl digitaler Bits enthält wie Sterne im Universum vorhanden sind. Die Quelle für diese Zahl war eine EMC-Studie, die zusammen mit IDC durchgeführt und unter dem Titel „The Digital Universe“ veröffentlicht wurde.

Laut IDC und Huawai wird die Menge der erzeugten Daten bis 2030 voraussichtlich 572 Zettabyte erreichen. Der Anteil der Unternehmensinhalte beträgt dabei heute 47 Exabyte und steigt bis 2026 voraussichtlich auf 155 Exabyte. In den kommenden Jahren wird sich dieses Wachstum zudem weiter fortsetzen und beschleunigen.

Weltweite Menge an Daten
Wachstum 2012-2050 (Prognose)

1 Zettabyte (ZB) = 1.000.000.000.000.000.000.000 Bytes

Content in Unternehmen
Wachstum 2012-2026 (Prognose)

1 EB (Exabyte) = 1.018 Bytes; 1.000 EB = 1 ZB

Wie gehen wir mit dieser Datenflut um?

Mit manuellen Prozessen und veralteten Tools wie E-Mail und Datei-Servern verlieren Unternehmen unglaublich viel Zeit und Geld bei der Verwaltung ihrer Inhalte. Von der ersten Idee über die Implementierung, Freigabe, Versionierung und manuellen Bereitstellung in verschiedenen Formaten kann es Tage und Wochen dauern. Unternehmen, die nicht über eine zukunftsorientierte Content- Management-Strategie verfügen, verbrennen am Ende nur Geld und fallen hinter die Konkurrenz zurück.

Das Content Management entwickelt sich zu einer Art Wertschöpfungskette innerhalb des Unternehmens. Je effizienter dieser Prozess gestaltet werden kann, desto mehr Zeit und Kosten können auf diesem Weg eingespart werden. Diese ungenutzten Ressourcen können dann für die Erstellung weiterer Inhalte oder die Verkürzung der Markteinführungszyklen eingesetzt werden.

Die wichtigsten Faktoren in der Wertschöpfungskette des Content Management sind:

  • Effiziente Möglichkeiten zur Erstellung, Verwaltung und Bereitstellung von Inhalten jeder Art.
  • Inhalte jederzeit Wiederverwenden können.
  • Formate konvertieren, um sie für jeden Workflow, Kanal oder Touchpoint anzupassen.
  • Externe und interne Quellen, neue Technologien und Dienstanbieter reibungslos integrieren.
  • Einfache Konfiguration von Teams, die auf bestimmte Inhalte zugreifen und diese bearbeiten können sollen.

Ein neuer Kurs führt zum Erfolg

Was können Unternehmen und Organisationen also tun, um dieses Problem anzugehen und sich erfolgreich zu reorganisieren? Der Blick über den Tellerrand führt zur Lösung, denn die verarbeitende Industrie und die Lieferketten des Einzelhandels haben im Grunde ähnliche Probleme: eine große Vielfalt an Materialien und Produkten, komplexe Produktions- und Lieferprozesse, viele interne und externe Beteiligte und nicht zuletzt verschiedene miteinander verbundene Systeme. Diese Probleme werden mit „Supply Chain Management“ (SCM) erfolgreich gelöst. Das Konzept der End-to-End-Kontrolle von Arbeitsabläufen, die automatisierte Prozesse beinhalten, hat sich als äußerst erfolgreich erwiesen.

SCM ist die Abkürzung für die Planung und das Management aller logistischen Aufgaben, von der Auswahl der Lieferanten bis zur Beschaffung, Herstellung und Auslieferung von Waren. Es ist das Instrument, mit dem die Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren koordiniert wird. SCM integriert das Management innerhalb und außerhalb der Grenzen eines Unternehmens.

Eine inspirierende Strategie: Supply Chain Management

Die Wurzeln des Supply Chain Management (SCM) reichen mindestens bis in die 1980er Jahre zurück, als ein früher Vorläufer der SCM-Konzepte, die Just-in-Time- Fertigung (JIT), und ihr Cousin, die Just-in-Sequence- Bestandsstrategie (JIS), aufkamen. Die Idee hinter JIT war, die Prozesse von Herstellern und Zulieferern eng aufeinander abzustimmen, was erhebliche Anpassungen in der Wertschöpfungskette erforderte.

Die Prozesse mussten verknüpft werden, damit die Lieferanten die von den Herstellern verbrauchten Materialien verfolgen konnten. Sie mussten flexibler, aber auch stabiler gestaltet werden, um die Qualität zu verbessern. Versandprozesse und Ladungsträger mussten standardisiert werden, z. B. mit einheitlichen Containersystemen und LKW-Wechselbrücken. Das japanische Kanban-Konzept, das sogenannte Pull-Prinzip, trug entscheidend dazu bei, dass dies alles funktionierte.

Folgende Faktoren haben die Entstehung des SCM vorangetrieben und geprägt:

  • Eine ganzheitliche Betrachtung der Total Cost of Ownership (TCO), die eine größere Kostentransparenz in der gesamten Lieferkette erfordert.
  • Die beim Übergang anfallenden Transaktionskosten von Sachgütern, Kommunikationsprobleme, Konflikte zwischen Prozessbeteiligten, Risikofaktoren aufgrund politischee Veränderungen oder Klimaeffekte usw.
  • Der Bullwhip-Effekt, d.h. eine Überreaktion auf Unerwartete Nachfrage, die durch mangelnde Transparenz in Bezug auf die tatsächliche Nachfrage, Fehlinformationen, häufige Änderungen der Lagerbestände an verschiedenen Stellen der Prozesskette und Ähnliches verursacht wird.
  • Die Auswirkungen der Globalisierung wie internationale Beschaffung, billiger und schneller Transport und Kommunikation sowie weltweiter Wettbewerb.
  • Anspruchsvollere Kunden, die wollen, dass Waren mit besserer Qualität unabhängig von den Ladenöffnungszeiten weltweit verfügbar sind.

Die Automobilindustrie und vor allem die Retailer begannen, sich mit kundenorientierten Prozessketten zu beschäftigen. Während bei Retailern die Idee der Efficient Consumer Response (ECR) aufkam, veränderte das Toyota-Produktionssystem die Autoindustrie.

Der so genannte Toyota-Weg, dessen Kernprinzipien darin bestehen, Verschwendung im gesamten Prozess zu beseitigen, um Kaizen, japanisch für Verbesserung, zu erreichen. Dies ist als kontinuierlicher Verbesserungsprozess oder kurz KVP bekannt geworden. Und dieser KVP geht ständig weiter. Gerade in der jüngsten Vergangenheit hat es einige bahnbrechende Innovationen im SCM gegeben. Viele manuelle Prozesse wurden durch Automatisierungen weiter verschlankt, zum Beispiel durch AGVs (Automated Guided Vehicles) und IoTLösungen (Internet of Things). „Digitale Zwillinge“ werden nun für das große Ganze eingesetzt; sie simulieren Szenarien und erleichtern die Planung oder das Risikomanagement.

Studien zeigen eindeutige Ergebnisse

Das Supply Chain Management Institute (SMI) der European Business School (EBS), die Unternehmensberatung McKinsey & Company und die Bundesvereinigung Logistik (BVL) haben gemeinsam die Studie „My Chain Delivers“ durchgeführt. Sie untersuchte, inwieweit ein optimales SCM zum Geschäftserfolg eines Unternehmens beiträgt.

Die Vorteile eines solchen ganzheitlichen Ansatzes zur Optimierung sind:

  • Bis zu 40 Prozent niedrigere Supply-Chain-Kosten
  • Bis zu 20 Prozent bessere Service-Level
  • Bis zu 30 Prozent weniger Bestand

Und die positiven Auswirkungen sind nicht auf die Lieferkette beschränkt. Unternehmen, die SCM konsequent praktizieren, konnten ihren Gesamtumsatz steigern. Kommen wir zurück zum Content Management, das angesichts der riesigen Datenmengen und komplexen Prozesse ebenfalls eine herausfordernde Aufgabe ist. Ohne eine skalierbare Plattform, die hoch automatisiert ist und all diese komplexen Prozesse abbilden kann, ist sie nicht zu bewältigen. Und wie in der Fertigungsindustrie und den Supply Chains im Retail, ist auch beim Content Management eine ganzheitliche, umfassende Sicht erforderlich – das nennen wir:

CONTENT SUPPLY CHAIN MANAGEMENT

Die Vorteile eines ganzheitlichen Optimierungsansatzes durch Supply Chain Management:

 

Bis zu  40 %  NIEDRIGERE KOSTEN

BIS ZU  30 %  BESSERE SERVICE LEVEL

 

Optimierung der Prozesse im Supply Chain Management:

  • Synchronisierung der Prozesse
  • Standardisierung der Prozesse
  • Vermeidung von Fehlern
  • Verbesserung der Produktionsanlagen
  • Qualifizierung und Training der Mitarbeiter

Vertiefe Dein Wissen

Tauchen Sie tiefer in das Thema ein und erfahren Sie mehr über den Kurs, den Sie einschlagen müssen. In den folgenden Abschnitten erfahren Sie, wie Sie die zunehmende Komplexität des Content Managements meistern können, was Content Supply Chain Management ist, wie Sie damit die Nase vorn behalten und ob auch Sie davon profitieren können.

Start

Revolutionieren Sie Ihre Art Content zu managen!

Teil 3

Was ist Content Supply Chain Management?

Teil 4

Wie behält man bei den Content Operations die Nase vorne?

Teil 5

Wer kann von einer Content Supply Chain profitieren?

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Unsere Experten diskutieren gerne mit Ihnen über Ihre Herausforderungen und geben Ihnen eine persönliche Demo.

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