Carsten Althaber | 30. Juni 2019

Contextual Content

Gedruckt, digital, mobil: Die Inhalte der Verlage gelangen heutzutage über eine Vielzahl an Kanälen zum Kunden. Für eine erfolgreiche Kommunikation müssen Informationen individuell aufbereitet und Kanäle effizient bedient werden. Flexible Prozesse und Strukturen von der Content-Erstellung an werden damit zu entscheidenden Erfolgsfaktoren in der Verlagswelt. Die Zeitschrift PRINT&more führte dazu ein Interview mit Holger Kraemer, Director of Business Development bei vjoon.

PRINT&more: Welche neuen Möglichkeiten der Automatisierung sollten Verlage aktuell bei der Auswahl von Software fürs Multichannel-Publishing berücksichtigen?

HOLGER KRAEMER: Wie alle anderen Unternehmen müssen sich auch Verlage der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung stellen. vjoon K4 bietet eine Fülle vorkonfigurierter Automatisierungen, beispielsweise den Im- und Export von Content, die automatisierte Erstellung eines PDF, das Umbauen von Seitenformaten für Tablet- oder Smartphone-Ausgaben oder den automatischen Upload für digitale Plattformen. Konzeptionell sind automatisierte Aufgaben von vornherein in der Workflow-Engine vorgesehen, so dass sich hier 3rd-Party-Lösungen nahtlos in den Workflow einbinden lassen. Bei der Auswahl von Software sind daher offene Schnittstellen und flexible Workflows von entscheidender Bedeutung.

PRINT&more: Aus Big Data soll Smart Data werden. Das heißt: Datenmengen sollen strategisch noch sinnvoller analysiert werden. Welche Kompetenzen müssen hierfür aus Ihrer Sicht bei den Publishern aufgebaut werden?

HOLGER KRAEMER: Viele unserer Kunden sammeln zunächst mal Daten bzw. Content. Dabei wird häufig außer Acht gelassen, dass diese Daten unstrukturiert sind und somit einer Big Data-Analyse noch gar nicht zugänglich sind. Für Publisher ist die Strukturierung der Daten und ein sinnvolles Metadaten-Management wichtig, um überhaupt einzelne Inhalte zu interessanten Themenpaketen bündeln zu können. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille, auf der anderen Seite braucht es bei den Verlagen kluge Köpfe, die neue Geschäftsmodelle entwickeln und den strukturierten Content entsprechend vermarkten. Schon heute werden mit vjoon K4 produktionsrelevante Daten intelligent gemanagt. Aufgrund langjähriger Erfahrungen in diesem Bereich wollen wir zukünftig unser Know-how nutzen und eine eigene, optimal integrierte DAM-Lösung anbieten.

PRINT&more: Was bedeutet für Sie Contextual Content und welche Rolle wird er Ihrer Meinung nach zukünftig spielen?

HOLGER KRAEMER: Contextual Content wird vor allem im digitalen Bereich eine immer wichtigere Rolle spielen. Durch das Potenzial kontextueller Inhalte können Unternehmen eine neue Art von Erfahrung für Kunden und Interessenten schaffen. Im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz (KI) und Marketingautomatisierung bleiben hier aber noch viele Fragen offen. Während die Relevanz für Werbetreibende auf der Hand liegt, müssen für den reinen Content noch die richtigen Strategien gefunden werden.

Das Interview wurde in PRINT&more, Ausgabe 2/2018, veröffentlicht.

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