Carsten | 13. Juli 2016

Digitale Transformation: Nicht ohne meine Cloud

Cloud-Computing ist derzeit eines der wichtigsten IT-Themen und wird es wohl auch die kommenden Jahre bleiben. Dies ist nicht nur ein Gefühl des Autors, sondern lässt sich mit Marktdaten belegen.

So ergab eine Befragung von IBM unter 5.247 Managern auf C-Level-Ebene (CxO) aus 70 Staaten, dass Cloud-Computing für fast zwei Drittel (63 %) das wichtigste Technologiethema ist, noch vor mobilen Technologien (61 %) und dem Internet-of-Things (57 %).

Allein ein Thema als wichtig zu bewerten, sagt natürlich noch nichts über das tägliche Geschäft oder die konkrete Umsetzung aus. Hier liefert eine Studie von KPMG in Zusammenarbeit mit Bitkom einen guten Überblick – 54 Prozent der befragten Unternehmen setzen bereits Cloud-Dienste ein, dazu kommen noch 18 Prozent, die sich konkret mit dem Thema beschäftigen. Im Jahr 2011 waren es noch 28 Prozent, die bereits Cloud-Dienste eingesetzt haben. Und während sich anfänglich vor allem Konzerne und Großunternehmen mit dem Thema beschäftigt haben, steht es heute auch bei kleinen und mittleren Unternehmen auf der Tagesordnung.

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Was treibt die Unternehmen in die Cloud? 

Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie der Marktforscher von IDC, betrachten 6 von 10 der Befragten Cloud-Computing als wichtigste Technologie für die digitale Transformation – noch vor Big Data und Mobility. Und sowohl in der IBM- als auch in der KPMG-Studie versprechen sich die Befragten durch den Einsatz von Cloud-Diensten vor allem mehr Agilität und Geschwindigkeit, geringere Investitionsaufwände und niedrigere laufende Kosten sowie höhere Produktivität, beispielsweise durch einen besseren mobilen und geografisch verteilten Zugriff auf IT-Ressourcen.

Hält die Cloud was sie verspricht?

Tatsächlich werden viele Top-Ziele auch erreicht. Die KPMG-Studie sagt dazu, dass 74 Prozent der Befragten von einem verbesserten Zugriff berichten. Ähnlich positiv sieht es bei schnellerer Skalierbarkeit, besserer Performance sowie sinkenden IT-Kosten aus. Natürlich gibt es auch Kritik und Sorgen in Sachen Cloud-Nutzung. Der „Rightscale 2016 State of the Cloud Report“ nennt hier an erster Stelle die Sorge der Unternehmen nach ausreichenden Ressourcen bei Kenntnissen und Fachkräften. Erst danach werden Sicherheits- und Compliance-Aspekte genannt. Im Jahr zuvor war es noch umgekehrt. In Deutschland stehen Sicherheitsthemen, z. B. Angst vor unberechtigtem Zugriff oder Datenverlust, nach wie vor an der Spitze. Dennoch fallen in der KPMG-Studie die Werte für 2016 niedriger aus als im Vorjahr. Tendenziell ist eine Abnahme der Bedenken gegenüber Cloud-Computing auch in Deutschland erkennbar.

Rechtliche Fragen sind vor allem in Europa entstanden – das Safe-Harbor-Urteil des EUGH hat viele Unternehmen in Bedrängnis gebracht, nicht nur die Cloud-Anbieter selbst, sondern auch deren Kunden in Europa. In der Folge sind Rechenzentren in Europa entstanden, die den Datenschutzansprüchen der EU entsprechen. Insbesondere für Amazon Web Services (AWS), mit 31 Prozent Marktanteil der mit Abstand weltweit größte Anbieter für Cloud-Infrastrukturen, dürfte dieser Schritt enorm wichtig sein.  Inwieweit sich diese Entwicklung fortsetzt, wird auch an der praktischen Umsetzung des neuen Abkommens „EU-US Privacy Shield“ hängen.

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Die Cloud für Verlage und Marketer: Intelligentes Daten-Management gefordert

Jede Branche und geografische Region hat spezielle Einflussfaktoren, wie zum Beispiel Prozessabläufe, Breitbandanbindungen oder den rechtlichen Rahmen. Letztlich verfolgen Agenturen, Marken- und Medienunternehmen aber dieselben Ziele wie Unternehmen anderer Branchen. Gerade für Medienhäuser mit ihren riesigen Archiven und umfangreichen Produktionsdaten, oder im boomenden Sektor des Content-Marketings sind skalierbare und performante Cloud-Lösungen wie AWS & Co. ideal.

Ganze Produktionsumgebungen können in die Cloud verlagert werden, um dauerhaft eine moderne und leistungsfähige IT-Infrastruktur einsetzen zu können und mittel- bis langfristig Kosten zu senken. Dabei können intelligente Daten-Management-Konzepte die Produktionssysteme entscheidend ergänzen, indem beispielsweise automatisierte Prozesse im Hintergrund verschiedene performante Speicherorte verknüpfen. Vor dem Hintergrund, dass laut IDC vor allem Hybrid-Clouds (Verknüpfung unternehmenseigener herkömmlicher IT-Umgebungen mit Private-, Hosted- oder Public-Cloud-Services) in den Mittelpunkt der Planungen für Unternehmens-IT rücken, ist das ein nicht zu unterschätzender Faktor.

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